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aus dem Eventrecht

Prozess nach Unfall mit Osterfeuer

Von Thomas Waetke 10. Januar 2012

Ein Rechtsstreit zwischen einer Krankenkasse und dem veranstaltenden Verein eines Osterfeuers vor dem Landgericht Göttingen wird möglicherweise mit einem Vergleich beendet.

Die Krankenkasse hatte den Verein auf Schadenersatz verklagt, nachdem ein Besucher des Osterfeuers 2008 über einen Baustamm gestolpert und in die Glut gestürzt war. Dem Verletzten mussten u.a. mehrere Fingerglieder amputiert werden. Die Krankenhasse warf dem Veranstalter die Verletzung von Verkehrssicherungspflichten vor und forderte einen Teil der Behandlungskosten vom Veranstalter. Da dem Besucher zu einem gewissen Teil ein Mitverschuldensvorwurf (siehe § 254 Abs. 1 BGB) gemacht werden könne, klagte die Krankenkasse nur die Hälfte der Kosten ein.

Im Wege eines Vergleichs hat sich der Verein nun verpflichtet, einen Teil der Klagesumme zu erstatten. Noch haben beide Parteien Überlegenszeit. Würde der Vergleich widerrufen werden, würden mehrere Besucher und Helfer als Zeugen vernommen werden.