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aus dem Eventrecht

Prozess gegen Festzelt-Schlägertrupp

Von Thomas Waetke 14. Juni 2012

Vor dem Landgericht Kassel läuft derzeit das Strafverfahren gegen vier mutmaßliche Schläger, die auf einem Volksfest in Bad Sooden-Allendorf in einem Festzelt wahllos Festbesucher mit Schlagstöcken attackiert und dabei 13 Personen verletzt hatten.

Ein Angeklagter gestand ein, die Tat geplant zu haben und will dies im Auftrag einer Bekannten getan haben, die ihm dafür 5000 Euro gegeben haben soll. Das Ziel sollte eigentlich eine andere Frau sein, mit der sich die Bekannte seinerzeit vor einem Arbeitsgericht streiten würde, man habe ihr „eine Lektion erteilen“ sollen. Der Angeklagte erklärte, dass er das Opfer nicht habe angreifen, sondern nur allgemein eine Prügelei anzetteln wollen, damit die Auftraggeberin davon im Radio hören und ihm das versprochene Geld auszahlen würde. Dabei seien die Prügelattacken dann aber eskaliert.

Die Mitangeklagten dagegen erklärten, dass man ihnen gesagt habe, dass man dem Veranstalter einen Schaden habe zufügen sollen, da er die Tochter des Auftraggebers sexuell missbraucht habe; „Wir sollten im Festzelt die Leute aufmischen“, so ein Angeklagter.

Übereinstimmen gaben sie an, sich zuvor mit Drogen und Alkohol aufgepuscht zu haben. 29 Zeugen werden noch vernommen, as Urteil wird Ende Juni erwartet.