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aus dem Eventrecht

Promikoch muss draußen bleiben

Von Thomas Waetke 4. Februar 2014

Der Sternekoch Alfons Schuhbeck wollte in den Cateringbereich bei der Münchener Sicherheitskonferenz und scheiterte dann aber zunächst an einem Security, der ihn nicht erkannte. Diesen an sich wenig spektakulären Vorgang, der aber immerhin Eingang in die Presse gefunden hat, möchte ich aufgreifen. Zunächst: Der Security hat alles richtig gemacht. Wer keinen Ausweis hat, der zum Durchgang berechtigt, bleibt eben draußen.

Ich hatte früher beim Studium auch als Security gejobbt. Bei einem Konzert war ich Backstage eingesetzt als der Veranstalter, eine bekannte Szenengröße, an lediglich mit dem Kommentar „Ich bin vom Veranstalter“ mir vorbei wollte. Ich fragte nach seinem Ausweis, weil ich ihn nicht kannte. Er suchte minutenlang (aber auch sehr geduldig) alle seine Sachen durch, bis er den Ausweis gefunden hatte. Er sagte allerdings auch nicht, wer er sei, so dass ich auch keinen Grund hatte, bspw. bei Kollegen nachzufragen. Aber wenn ich ihn einfach durchgelassen hätte, wäre ich meinem Auftrag nicht gerecht geworden.

Letztlich sind Sicherheitsmaßnahmen immer nur so gut wie das schwächste Glied: Was hilft ein tolles Sicherheitskonzept, wenn die Leute vor Ort es nicht umsetzen können. Was helfen Einlassregeln, wenn ein Security an einem Eingang jeden durchlässt, der durch möchte?

Und: An dem Beispiel sieht man, dass wichtige Personen grundsätzlich bekannt sein sollten. Denn wenn bspw. eine sicherheitsrelevante Ansage kommt, sollten die betroffenen Mitarbeiter wissen, wer vor ihnen steht. Das betrifft bspw. den Veranstaltungsleiter nach § 38 VStättV: Er kann bzw. muss bspw. die Veranstaltung abbrechen, wenn die Sicherheit nicht mehr gewährleistet werden kann. Damit muss er grundsätzlich in der Lage sein, Anweisungen zu erteilen – und dabei als maßgeblicher Entscheider erkannt werden.

Nebenbei angemerkt: Nichts desto trotz sollten bestimmte Meldewege auch vom Veranstaltungsleiter eingehalten werden. Jedoch kann es der Einzelfall durchaus erfordern, dass er Anweisungen direkt an Mitarbeiter vor Ort geben können muss, die dann sofort umgesetzt werden.