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Private Veranstaltungen entwickeln sich zu Superspreader-Events

Private Veranstaltungen entwickeln sich zu Superspreader-Events

Von Thomas Waetke 20. September 2020

In den vergangenen Tagen haben sich mehrere zulässige Veranstaltungen zu sog. Superspreadern-Events entwickelt, z.B.:

Bei einer Hochzeitsfeier in Dortmund haben sich 16 Personen infiziert, bisher wurden alleine in Hamm 121 Personen als Kontaktpersonen identifiziert.

Bei einer Geburtstagsparty mit 33 Gästen in Dettingen (Baden-Württemberg) wurden 14 Personen infiziert. Zwischenzeitlich mussten 350 Kontaktpersonen in Quarantäne, die engen Kontakt zu Infizierten hatten, weitere 70 Personen wurden ausgemacht, die im selben Raum mit Infizierten waren.

In einer Bar in Hamburg wurden 8 Personen infiziert, 4 davon gehörten zum Personal. Die Kontaktnachverfolgung stellt(e) sich als schwierig heraus, da ca. 100 der 600 Gäste falsche oder unleserliche Angaben gemacht hatten.

Bei zwei Hochzeitsfeiern eines Brautpaares mit insgesamt ca. 290 Gästen in Kelsterbach (Hessen) sind 41 Personen positiv getestet worden; zwischenzeitlich sind alle Personen in Quarantäne.

Bei einer Geburtstagsparty in Schwäbisch Hall (Baden-Württemberg) wurden bisher 7 Gäste positiv getestet, mehrere dutzend Personen mussten in Quarantäne, darunter auch 2 Schulklassen. Die Kontaktnachverfolgung ist schwierig, da offenbar auch Personen anwesend waren, die nicht auf der offiziellen Teilnehmerliste standen.

Auf einer Hochzeitsfeier in Bad Königshofen (Hessen) haben sich 17 Gäste infiziert. Mehrere Wohnheime und Schulklassen wurden unter Quarantäne gestellt. 500 Kontaktpersonen wurden ermittelt und getestet.

Diese Zahlen stehen aber im Schatten eines Mega-Superspreader-Events in den USA, bei dem sich 260.000 Personen infiziert haben sollen (hier).

 

Urheberangabe für das/die Foto(s) (Symbolfoto):

  • Party, Tanzfläche: © oleksajewicz - Fotolia.com