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aus dem Eventrecht

Polizei fordert Verkaufsverbot von Wodka

Von Thomas Waetke 19. April 2011

Die Münchener Polizei hat am Freitag die Kriminalstatistik 2010 vorgestellt. In diesem Rahmen plädierte der Münchener Polizeipräsident Schmidbauer für ein Verkaufsverbot von Wodka und ähnlichen harten Getränken ab Mitternacht.

Als Grund nannte Schmidbauer, dass die Polizei feststellen müsse, dass die Gewaltbereitschaft von Partygästen ab Mitternacht deutlich zunehme. So ist die Zahl der alkoholbedingten Schlägereien und Körperverletzungen um 50 Prozent angestiegen. Auch sei die Wiedereinführung der Sperrstunde zu überlegen. Allerdings weiß auch Schmidbauer, dass Verbote nur schwer oder gar nicht durchzusetzen wären, da Personal für Kontrollen fehle.

Schmidbauer ist nicht der Erste, der solche Maßnahmen zur Gewaltprävention vorschlägt. Angesichts der erschreckend hohen Anzahl von alkoholbedingten Straftaten im Veranstaltungsumfeld wird es früher oder später auch Urteile geben, bei denen ein Veranstalter wegen Verletzung von Verkehrssicherungspflichten o.Ä. verurteilt wird, wenn einer seiner Besucher von anderen Besuchern aufgrund des unkontrollierten Alkoholausschanks verletzt wird.