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aus dem Eventrecht

Paris: Fußboden bricht ein

Von Thomas Waetke 8. April 2012

Bei einem Ostergottesdienst in einem Gemeindehaus in der Nähe von Paris ist der Fußboden eingestürzt. Ein Kind starb, mehr als 30 Personen wurden zum Teil schwer verletzt. In dem Raum hielten sich 150 Personen auf, was offenbar zu viel für den Fußboden war.

Anmerkung von Rechtsanwalt Thomas Waetke:

In der Vergangenheit kam es immer mal wieder vor, dass während einer Veranstaltung der Fußboden unter den Besuchern einbricht, hier einige Beispiele:

  • 12 Verletzte in New York / USA, 2012:

Bei einer Privatparty mit 100 Gästen im 3. Stock eines Privathauses ist in New York (USA) ein Teil des Bodens eingebrochen.

  • 40 Verletzte in Abbotsford / Kanada, 2008:

Bei einem Kirchenkonzert bricht der Boden ein, die Zuschauer fallen 5 Meter tief.

  • 25 Verletzte in Umea / Schweden, 2007:

Während des Konzerts von Mando Diao bricht der Fußboden des Besucherbereichs ein

Zur baurechtlichen Haftung (nach deutschem Recht) lesen Sie unseren Beitrag Wer ist verantwortlich, wenn Gebäudeteile den Besucher verletzen?

Übrigens: Eine Kirche bzw. ein Raum, der Gottesdiensten gewidmet ist, fällt nicht unter die Versammlungsstättenverordnung ( § 1 Abs. 3 Nr. 1 MVStättV). Dies gilt dann nicht mehr, wenn in der Kirche oder den gewidmeten Räumen Veranstaltungen stattfinden, die kein Gottesdienst mehr sind.