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Norwegen: Beinahe-Katastrophe bei illegaler Party

Norwegen: Beinahe-Katastrophe bei illegaler Party

Von Thomas Waetke 8. September 2020

Eine illegale Party in einem Bunker in Oslo (Norwegen) wäre beinahe in einer Katastrophe geendet. In dem Bunker waren ca. 200 Personen, die Licht- und die Musikanlage wurden mit Dieselaggregaten betrieben. Im Laufe der Nacht öffnete jemand die Tür zu dem Raum, in dem die Aggregate aufgestellt waren; dabei strömte Kohlenmonoxid in den Bunker. Viele Gäste verloren das Bewusstsein, da sie den Bunker nicht rechtzeitig verlassen konnten: Die einzige Öffnung nach draußen war nur ca. 1 Quadratmeter groß.

Der Vorfall wurde eher zufällig bemerkt: Am frühen Morgen griffen Streifenpolizisten in einem nahe gelegenen Park eine Gruppe verwirrter junger Menschen auf und fanden so die Spur zu dem Bunker. Rettungskräfte fanden dort mehrere bewusstlose Personen vor. Die Party war im Vorfeld auf geschlossenen Social-Media-Kanälen beworben worden.

Insgesamt wurden 25 Personen mit zum Teil erheblichen Vergiftungserscheinungen in Krankenhäuser gebracht; ein Arzt erklärte, dass dieser Unfall „Norwegens schlimmster Unfall in Friedenszeiten“ hätte werden können. Die Polizei hat Ermittlungen gegen vier mögliche Verantwortliche aufgenommen, die unberechtigt Zugang zu dem Bunker verschafft hatten.

 

Urheberangabe für das/die Foto(s) (Symbolfoto):

  • Krankenwagen mit Sanitäter (Symbolbild): © chalabala - Fotolia.com