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Neue Regeln: Viele Verbote, einige Ausnahmen

Neue Regeln: Viele Verbote, einige Ausnahmen

Von Thomas Waetke 2. November 2020

Ab heute, 2. November, gelten gravierende Beschränkungen für Veranstaltungen; in einigen Bundesländern sind Veranstaltungen grundsätzlich verboten, in anderen Bundesländern gibt es (noch) bestimmte erlaubte Möglichkeiten.

In der nachfolgende Aufstellung finden Sie einen Überblick, aber:

Achtung!
In einigen Bundesländern ist die Corona-Verordnung unübersichtlich – d.h. man muss nicht nur die ganze Verordnung anschauen, sondern auch die einzelnen Bestimmungen sehr sorgfältig lesen. Daher kann die nachfolgende Aufstellung auch nur einen ersten schnellen Überblick ermöglichen.

Achtung!
„Erlaubt“ heißt nicht, dass es keine Anforderungen an die erlaubten Veranstaltungen gäbe, die sich jeweils aus den Verordnungen ergeben.

Im Einzelnen:

Baden-Württemberg

Erlaubt sind Veranstaltungen, die nicht der Unterhaltung dienen, mit weniger als 100 Teilnehmenden.

Bayern

Erlaubt sind nur Wochenmärkte und andere Märkte zum Warenverkauf unter freiem Himmel, die keinen Volksfestcharakter aufweisen und keine großen Besucherströme anziehen, insbesondere kleinere traditionelle Kunst- und Handwerkermärkte, Töpfermärkte und Flohmärkte.

Berlin

Erlaubt sind Veranstaltungen, die nicht dem Kultur-, Freizeit- oder Unterhaltungsbereich zuzuordnen sind

  • in geschlossenen Räumen mit weniger als 50 zeitgleich Anwesenden,
  • im Freien mit weniger als 100 zeitgleich Anwesenden.

Brandenburg

Erlaubt sind Veranstaltungen ohne Unterhaltungscharakter

  • in geschlossenen Räumen mit weniger als 50 zeitgleich Anwesenden,
  • unter freiem Himmel mit weniger als 100 zeitgleich Anwesenden.

Bremen

Erlaubt sind Veranstaltungen in geschlossenen Räumen und unter freiem Himmel mit bis 100 gleichzeitig anwesenden Personen.

Hamburg

Erlaubt sind Veranstaltungen, deren Zweck nicht in der Unterhaltung eines Publikums besteht,

  • in geschlossenen Räumen mit weniger als 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmern,
  • im Freien mit weniger als 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmern.

Hessen

Erlaubt sind Veranstaltungen nur bei besonderem öffentlichem Interesse.

Erlaubt sind Wochenmärkte und Spezialmärkte, beispielsweise Floh- und Weihnachtsmärkte.

Mecklenburg-Vorpommern

Veranstaltungen sind grundsätzlich untersagt, es gibt nur wenige/seltene Ausnahmen.

Niedersachsen

Erlaubt sind Veranstaltungen im öffentlich zugänglichen Raum einschließlich privat angemieteter oder zur Verfügung gestellter öffentlich zugänglicher Räume, an denen die Besucherinnen und Besucher sitzend teilnehmen, mit jeweils nicht mehr als 50 Besucherinnen und Besuchern.

NRW

Veranstaltungen sind grundsätzlich untersagt, es gibt nur wenige/seltene Ausnahmen.

Rheinland-Pfalz

Veranstaltungen sind grundsätzlich untersagt, es gibt nur wenige/seltene Ausnahmen.

Saarland

Erlaubt sind Veranstaltungen, die nicht der Unterhaltung dienen, und zu denen je Veranstaltungstag und -ort in der Summe unter freiem Himmel oder in geschlossenen Räumen nicht mehr als zehn Personen zu erwarten sind.

Erlaubt sind Veranstaltungen mit einer höheren Personenzahl nur dann, wenn für deren Durchführung ein dringendes und unabweisbares rechtliches oder tatsächliches Bedürfnis besteht.

Sachsen

Erlaubt sind Veranstaltungen, die nicht nach § 4 verboten sind bzw. nicht der Unterhaltung dienen.

Sachsen-Anhalt

Veranstaltungen sind grundsätzlich untersagt, es gibt nur wenige/seltene Ausnahmen.

Schleswig-Holstein

Erlaubt sind Veranstaltungen mit weniger als 100 Personen, allerdings mit vielfältigen Einschränkungen.

Thüringen

Erlaubt sind Messen im Sinne des § 64 der Gewerbeordnung ohne Freizeitzwecke.

Unsere Deutschlandkarte

Klicken Sie links in der Deutschlandkarte auf „Ihr“ Bundesland.

Dort finden Sie für Veranstaltungen relevante Auszüge aus den aktuellen Rechtsverordnungen, sowie einen Link zur jeweiligen Verordnung.

Wie bereits gesagt: Nicht jedes Bundesland hat sich sonderlich Mühe mit der Übersicht gegeben. Daher wäre es gefährlich, sich nur auf einen Paragraphen zu stürzen, der vermeintlich am besten passt.

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