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Narrenweiber bedrängen Kollegen – der verliert Nerven und Job

Narrenweiber bedrängen Kollegen – der verliert Nerven und Job

Von Thomas Waetke 22. Februar 2017

Fasching ist für Außenstehende eine seltsame Sache… und der Fasching bringt auch so einige juristische Kuriositäten mit sich. Eine davon landete sogar vor dem Landesarbeitsgericht in Köln: Eine Faschingsfeier eines Unternehmens endete in einer Schlägerei  und in einem Gerichtsprozess. Ein Mitarbeiter, der 28 Jahre lang im Unternehmen arbeitete, ist nun auch seinen Job los – dafür wurde zumindest seine Krawatte nicht abgeschnitten.

Was war passiert?

Auf der Faschingsfeier fühlte sich der als Al Capone verkleidete Mitarbeiter von sog. „Möhnen“ bedrängt, die noch dazu mit Scheren bewaffnet waren und seine Krawatte abschneiden wollten. Die aber wollte er unbedingt behalten und es kam zu zunächst verbalen Auseinandersetzungen. Plötzlich kam weitere Unheil in Gestalt eines Clowns dazu, der sich einmischte und das Ansinnen der Frauen sogar noch unterstützte. Der Mann verlor die Nerven und schlug dem Clown sein Bierglas auf den Kopf.

Der Arbeitgeber kündigte dem Mitarbeiter daraufhin fristlos, der Mann zog vors Arbeitsgericht – und verlor. Sein Argument, dass er nach einer Operation unter Angstzuständen leide, wenn er Scheren sehe und er deshalb der Situation nicht mehr gewachsen gewesen sei, ließ das Gericht nicht gelten.

Man muss dazu sagen, dass es über den Vorfall Videoaufnahmen gegeben hatte, auf dem der Wutausbruch des Mannes zu sehen war – eine Kurzschlussreaktion in Notwehr war es vermutlich also nicht.

Urheberangabe für das/die Foto(s) (Symbolfoto):

  • Mann bekommt Faust ins Gesicht: © STUDIO GRAND OUEST - Fotolia.com