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aus dem Eventrecht
Name: Olympia gibt es nicht nur bei Olympia

Name: Olympia gibt es nicht nur bei Olympia

Von Thomas Waetke 12. Dezember 2017

Namen und Bezeichnungen von Veranstaltungen können einen erheblichen Marktwert haben. Dies hat ein Veranstalter zu spüren bekommen, der Veranstaltungen mit dem Titel „Bauernhofolympiade“ vermarktet hat: Er hat vom Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) eine Abmahnung erhalten.

Der DOSB argumentierte, dass der Veranstalter den guten Ruf der Olympischen Spiele ausnutze und damit gegen das Olympiaschutzgesetz verstoße.

Bei der Bauernhofolympiade treten Mitarbeiter in Disziplinen wie Heugabelwerfen, Wettsägen und Traktorparcours gegeneinander an. Dies soll die Teilnehmer motivieren und den Zusammenhalt stärken.

Das Oberlandesgericht München aber hat nun die Klage des DOSB abgewiesen:

Allgemeiner Sprachgebrauch

„Das Hervorrufen bloßer Assoziationen zu den Olympischen Spielen“ reiche für ein Verbot nicht aus, so das Oberlandesgericht. Begriffe wie Olympia gehörten zum allgemeinen Sprachgebrauch. Allein die Bezeichnung genüge nicht, um das Olympiaschutzgesetz zu verletzen.

Prüfung notwendig und sinnvoll!

Ich kann nur empfehlen, möglichst früh zu prüfen bzw. prüfen zu lassen, ob der Name problematisch sein könnte. Rechtsverletzungen können (in dem hier beschriebenen Fall ging das zu Gunsten des Veranstalters aus) unangenehm teuer werden. Eine Handvoll Rechtsgebiete können bei der Namensgebung von Veranstaltungen tangiert werden:

  • Markenrecht
  • Kennzeichenrecht
  • Namensrecht
  • Urheberrecht
  • Wettbewerbsrecht

 

Urheberangabe für das/die Foto(s) (Symbolfoto):

  • Stehender Richter-Hammer aus Gerichtssaal: © sergign - Fotolia.com