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Nach Kongress bestohlen und verletzt: Ist man unfallversichert?

Nach Kongress bestohlen und verletzt: Ist man unfallversichert?

Von Thomas Waetke 3. April 2019

Wer auf einer Dienstreise beklaut wird und dem Dieb hinterher rennt, um seinen Geldbeutel wieder zu bekommen, steht nicht unter dem Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung.

Das musste nun ein Mann lernen, der als Arbeitnehmer einen Kongress in Barcelona besuchte. Auf dem Heimweg besuchte er mit anderen Kongressteilnehmern eine Bar. Auf dem Rückweg zum Hotel wurde im der Geldbeute aus der Hosentasche gestohlen. Er rannte dem Dieb hinterher, wurde von einem Dritten zu Fall gebracht, stolperte und verletzte sich.

Jetzt hat nun das Hessische Landessozialgericht entschieden, dass das Hinterherlaufen nicht mehr zu beruflichen Tätigkeit gehört hatte: Der Arbeitnehmer widme sich in diesem Moment rein persönlichen, von seinem betrieblichen Aufgaben nicht mehr wesentlich beeinflussten Belangen.

Anders dürfte das dann sein, wenn ein Dieb Equipment des Unternehmens klaut und das Equipment nicht derart unwichtig war, dass ein Hinterherlaufen bzw. der Versuch des Wiedererlangens geboten ist.

 

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