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aus dem Eventrecht

Mit falschem T-Shirt zum richtigen Konzert?

Von Thomas Waetke 7. Juni 2012

Besucher des Guns N´Roses-Konzerts am Freitag in Mönchengladbach sollten nicht mit einen Slash-T-Shirt erscheinen, wenn sie keinen Streit mit der Security vom Zaun brechen wollen.

Bei einem Konzert in der Londoner O2-Arena hatte die Security offenbar Vorgaben des Managements umgesetzt, wonach Besucher keine Slash-T-Shirts tragen dürften. Slash war früher Gittarist der Band und steht seit Jahren in einem erbitterten Streit mit Axl Rose.

Anmerkung von Rechtsanwalt Thomas Waetke:

Einmal davon abgesehen, dass rein praktisch sich der Besucher möglicherweise lange Diskussionen am Einlass ersparen möchte und freiwillig klein beigibt, dürfte ein solches Trage-Verbot rechtlich jedenfalls nicht durchsetzbar sein: Zumindest soweit der Besucher bereits ein Ticket und damit die Zutrittserlaubnis zum Konzert erworben hat, kann der Veranstalter nicht wegen des Tragens eines „falschen“ T-Shirts den Vertrag mit dem Besucher wieder auflösen bzw. ihn zwingen, seine Kleidung zu wechseln. Wenn überhaupt, müsste die „Kleiderordnung“ im Vorfeld, also vor Vertragsschluss, mit dem Besucher bspw. mithilfe von AGB vereinbart werden. Und selbst dann wäre es fraglich, ob eine solche Klausel überhaupt wirksam wäre.