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aus dem Eventrecht

„Man pinkelt uns ins Gesicht“

Von Thomas Waetke 26. März 2012

Urheberrechte kann man bekanntlich nicht anfassen. In der Praxis führt das vielfach dazu, dass der Nutzer von Rechten gar kein schlechtes Gewissen hat, wenn er ungefragt fremde Rechte nutzt.

Das vielfach mangelnde Unrechtsbewusstsein ist oftmals in reinem Unwissen begründet, aber auch damit, dass der Nutzer meint, niemanden „etwas wegzunehmen“, wenn er fremde Rechte nutzt. Dies gilt auch für Musik: Musik wird heruntergeladen, in Tauschbörsen getauscht, in Präsentationen eingebunden usw.

Auf Youtube findet sich eine Vielzahl von Musikvideos, Aufzeichnungen von Konzerten usw. Dass nicht jedes Video oder Foto mit der Zustimmung der Rechteinhaber dort hochgeladen und verbreitet wird, dürfte bekannt sein.

Die GEMA (die Verwertungsgesellschaft für Musik, bei der Komponisten und Textdichter Mitglied sind) streitet sich schon lange mit Google, die Youtube betreiben. Es geht dabei um eine Lizenzzahlung von Youtube an die GEMA. Youtube hat die von der GEMA vorgeschlagenen Lizenzen stets als zu teuer abgelehnt. Der vermeintlich „Böse“ ist die GEMA, die Geld haben möchte. Hackerangriffe auf die Website der GEMA führten dazu, dass der Internetauftritt tagelang nicht erreichbar war.

Zum Thema Urheberrecht führte jüngst der Zündfunk-Autor Erich Renz ein Interview mit dem Musiker Sven Regener, der das Problem wunderbar auf den Punkt bringt – hörenswert.

Das Interview können Sie hier anhören (mit freundlicher Genehmigung der Redaktion Zündfunk, der BR Media und Sven Regener).