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aus dem Eventrecht

Lustvoll simulierte Tötung beim Spiel?

Von Thomas Waetke 6. März 2013

Paintball ist in Deutschland nicht überall gern gesehen. In Bayern wollte ein Unternehmer eine Halle in eine Paintball-Spielhalle umbauen und beantragte eine entsprechende Nutzungsänderungsgenehmigung. Diese wurde ihm allerdings mit dem Hinweis versagt, dass das Spiel gegen die Menschenwürde verstoßen würde.

Hiergegen klagte der Unternehmer, und bekam nun vom Bayerischen Verwaltungsgerichtshof in München Recht: Eine zu missbilligende Missachtung der individuellen Würde bzw. eine entwürdigende Behandlung der (gegnerischen) Mitspieler kommt beim Paintball-Spiel nicht zum Ausdruck, weil sich die Spieler beim Wettkampf chancengleich gegenüberstehen und der Gegenspieler nicht gleichsam zur bloßen Zielscheibe herabgewürdigt wird, so der Verwaltungsgerichthof in seinem Urteil.

Wie das Gericht festgestellt hat, unterscheidet sich das Paintball-Spiel von einer lustvoll simulierten Tötungshandlung, die durch den unspektakulären Weggang des Getroffenen vom Spielfeld ihres Effekts beraubt würde…: Der durch eine Markierung getroffene Spiele ist verpflichtet, sich sofort selbst aus dem Spiel zu nehmen.