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Loveparade: Was hat sich verändert?

Loveparade: Was hat sich verändert?

Von Thomas Waetke 18. August 2015

Am 24. Juli hatten wir gefragt, was sich seit dem Unglück auf der Loveparade mit Blick auf das Thema Veranstaltungssicherheit verändert hat. Wir haben einige Zuschriften erhalten und es kam hier und da zu wilden Diskussionen, hier eine kurze Zusammenfassung der Antworten:

  • Nichts.
  • Im Ergebnis nichts, da es vielen Veranstaltern zu teuer ist, ausreichende Sicherheitsmaßnahmen zu ergreifen.
  • Nur für Mega-Veranstaltung hat sich viel getan.
  • Erstaunlich wenig; es wurde bzw. wird zwar viel diskutiert, aber es fehlt ein Standard, an dem man sich orientieren könnte.
  • In anderen Branchen, bei denen ein Unglück passiert, kommt es schneller zu einem Umdenken bzw. zu Maßnahmen. So wurde bspw. unmittelbar nach dem Absturz der Germanwings-Maschine das bei einigen Fluggesellschaft übliche Procedere geändert: Künftig müssen immer zwei Menschen im Cockpit sitzen, auch wenn einer von beiden Piloten das Cockpit verlässt.
  • Einige Städte bzw. Bundesländer haben Papiere zum Umgang mit Großveranstaltungen erarbeitet, die als Leitfaden herangezogen werden sollen und können; allerdings ist nicht jedes Papier „rund“.
  • Man diskutiert zumindest mal mit dem Kunden darüber; oft aber entscheidet nachher weniger die Vernunft als das Budget.
  • Viele Behördenvertreter sind weniger großzügig als früher.
  • Es gibt neue Fortbildungen und Seminare zum Thema Sicherheit.
  • Der Veranstalter kleiner Veranstaltungen glaubt auch weiterhin, dass ihn derlei Unfälle gar nicht betreffen, da er zu wenige Besucher hat, als dass es dort zu solchem Gedränge kommen könnte.
  • Manchmal wird es arg übertrieben, abgesehen von „Ausreißern“ wie die Loveparade hat es vorher wie nachher schon immer recht wenige Unfälle gegeben.
  • Es gibt einen neuen Hype um Sicherheit: Stabiler, aufgerüsteter und strenger.
  • Veranstalter mit Veranstaltungen mit großen Menschenmengen sind sensibler für das Thema geworden.
  • Man denkt öfter über Sicherheit nach, aber das lässt auch bereits wieder nach.
  • Ein Kunde sagte mir mal: „Wir sind nicht Duisburg, bei uns passiert sowas nicht“.
  • Eine neue Zeile für die Kostenposition „Sicherheit“ in der Kalkulation.
  • Größere Unsicherheit, was richtig und was falsch ist.
  • Größerer Aufwand in Zeit, Geld und Material.
  • Mehr Schulungen, die der Arbeitgeber bezahlt.

 

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