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Loveparade: Akkreditierung für den ersten Zivilprozess

Loveparade: Akkreditierung für den ersten Zivilprozess

Von Thomas Waetke 4. August 2015

Während die Strafkammer des Landgerichts Duisburg noch prüft, ob überhaupt das Strafverfahren gegen mögliche Verantwortliche des Unglücks auf der Loveparade 2010 in Duisburg eröffnet wird, steht der erste Termin in einem Zivilprozess am 1. September bevor. Dafür hat die zuständige Zivilkammer des Landgerichts Duisburg nun ein ausgeklügeltes Akkreditierungsverfahren für Medienvertreter gestartet, da mit einem großen Medieninteresse gerechnet wird. Von den 100 Zuschauerplätzen werden 49 Plätze für Journalisten eingerichtet. Auch ausländische Medien erhalten feste Plätze, ebenso ortsansässige Medien, mehrere Plätze werden nach dem „Windhundprinzip“ vergeben: Wer sich zuerst meldet, bekommt einen Platz. Zwei Fernsehteams bekommen je einen Platz für 2 Personen, sie müssen aber anderen Fernsehsendern ihre Materialien zur Verfügung stellen.

In diesem Zivilprozess klagt ein Feuerwehrmann, der bei dem Unglück im Einsatz war, aufgrund traumatischer Folgen einen Schadenersatz in Höhe von 65.000 Euro ein, dabei hat er die Veranstaltungsfirma, deren Geschäftsführer und das Land NRW verklagt.

In dem Verhandlungstermin wird das Gericht erste Fragen klären, die sich aus den bisher ausgetauschten Schriftsätzen ergeben, ein Urteil wird es hier noch nicht geben.

Urheberangabe für das/die Foto(s) (Symbolfoto):

  • Eingang von Amtsgericht: © B. Wylezich - Fotolia.com