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Künstlersozialabgabe steigt 2021 auf 4,4%

Künstlersozialabgabe steigt 2021 auf 4,4%

Von Thomas Waetke 21. Oktober 2020

Das für die Künstlersozialkasse zuständige Bundesministerium für Arbeit und Soziales hat heute einen Entwurf der neuen Künstlersozialabgabe-Verordnung vorgelegt. Demnach soll der Abgabesatz im Jahr 2021 von derzeit 4,2 % auf 4,4 % steigen.

Trotz des schwierigen wirtschaftlichen Hintergrunds gerade für die Kultur- und Kreativbranche durch die Corona-Pandemie muss der Abgabesatz von derzeit 4,2 % nur geringfügig angehoben werden, teilte das Ministerium mit. Durch den Einsatz zusätzlicher Bundesmittel in Form eines Entlastungszuschusses in Höhe von 23 Millionen Euro konnte ein Anstieg des Abgabesatzes auf 4,7 % im Jahr 2021 vermieden werden. Ein Künstlersozialabgabesatz auf diesem niedrigen Niveau verhindert eine in der aktuellen Krisensituation unverhältnismäßige Belastung der Liquidität der abgabepflichtigen Unternehmen.

Hintergrundinfo
Selbständige Künstler und Publizisten sind unter gewissen Umständen bei der Künstlersozialversicherung (zwangs-)versichert. Um diese Versicherung zu finanzieren, müssen auch Auftraggeber (z.B. Veranstalter) einen Teil der Kosten beisteuern. Das tun sie mit der Künstlersozialabgabe: Diese müssen Unternehmen bezahlen, wenn sie abgabepflichtig sind (siehe § 24 KSVG). Dann müssen sie zurzeit 4,2 %, ab 2021 eben dann 4,4 % der Gage, die sie an den Künstler bzw. Publizisten bezahlen, zusätzlich an die Künstlersozialkasse zahlen. Mehr dazu finden Sie in unserer Kategorie Künstlersozialversicherung »

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  • Künstlersozialkasse Infoblatt: © Künstlersozialversicherung (KSK)