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aus dem Eventrecht

Konzertabbruch nach Flaschenwurf und Prügelei

Von Thomas Waetke 24. Juni 2011

In Detroit (USA) ist ein Rapp-Konzert abgebrochen worden, nachdem zunächst Flaschen auf die Bühne flogen und es danach zu Schlägereien im Publikum und zwischen Publikum und Künstlern kam.

Zunächst gab es leichte Turbulenzen durch stage Diver, die kurz vor dem Sprung quer über die Bühne rannten und dabei von Security verfolgt wurden. Als zuletzt ein Diver mitsamt Security in die Masse stürzte, begann die Eskalation.

Ein Bandmitglied beschimpfte anfangs das Publikum noch im launischen Rapp-Style. Als ein Besucher dann eine Glasflasche auf ihn warf, provozierte der Künstler das Publikum noch weiter und eins ergab das andere. Obwohl sich die Situation schnell wieder entspannt hatte, brach die Band das Konzert endgültig ab.

Anmerkung von Rechtsanwalt Thomas Waetke:

Ein Videomitschnitt eines Besuchers wird sicherlich helfen, detailliert nachvollziehen zu können, was passiert ist. Immerhin müssen sich nun die enttäuschten Besucher, Veranstalter und Band darüber einig werden, was mit dem Schaden passiert: Bekommen Besucher ihr Eintrittsgeld wieder, bekommt die Band die volle Gage usw., vgl. beispielhaft unsere News hier und hier.

By the way: Der Videomitschnitt wäre zumindest in Deutschland illegal, selbst wenn er zu ausschließlichen privaten Zwecken gedacht wäre (siehe § 53 Absatz 7 UrhG).