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aus dem Eventrecht

Kontrolle der Toilette vor dem Abschließen

Von Thomas Waetke 22. November 2011

Die Feuerwehr hat einen Besucher des Schweriner Weihnachtsmarkt aus einer „Notlage“ befreit:

Der Mann befand sich auf einer Toilette in einem Toilettenwagen, als dieser abgeschlossen wurde, da der Weihnachtsmarkt seine abendlichen Pforten schloss. Die herbeigerufene Feuerwehr brach schließlich die Tür auf, da auf die Schnelle kein Verantwortlicher gefunden werden konnte, der einen passenden Schlüssel hatte.

Anmerkung von Rechtsanwalt Thomas Waetke:

Der sicherlich eher lustige Vorfall zeigt ein nicht unwichtiges Problem auf: Was wäre, wenn der Besucher aufgrund Alkoholkonsums oder einer Krankheit oder einer Straftat hilflos die ganze Nacht im Toilettenwagen hätte verbringen müssen?

Grundsätzlich sollte der Veranstalter veranlassen, dass die Mitarbeiter aktiv in die Toiletten hineinschauen, bevor sie diese (oder die Veranstaltungsstätte) verschließen.

Schließlich könnte sich ja auch jemand absichtlich dort verstecken, um dann in aller Ruhe das teure Inventar auseinander- und mitzunehmen.

Diese „Prüfung“ sollte auch für dunkle Ecken, abgelegene Räume oder Flächen usw. gelten.