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Kongress Veranstaltungssicherheit des bvvs

Kongress Veranstaltungssicherheit des bvvs

20. Februar 2018

Der Bundesverband Veranstaltungssicherheit (bvvs) veranstaltet am 14. März 2018 einen Kongress zur Veranstaltungssicherheit. Der Kongress wendet sich an alle, die mit dem Thema „Veranstaltungssicherheit“ berufsmäßig in Berührung kommen, aber sich nicht darauf spezialisiert haben: Auszubildende Veranstaltungskaufleute und -techniker, Agenturmitarbeiter, Mitarbeiter von Veranstaltern usw.

Organisiert wird der Kongress von Berufsschülern: Eine Klasse der auszubildenden Veranstaltungskaufleute an der Berufsschule Bad Dürkheim hat sich der Aufgabe angenommen, einen Kongress aus dem Boden zu stampfen.

Dabei geht es auch darum, dass die Referenten nicht einfach „nur“ ihre Themen vortragen. Die Teilnehmer sollen vielmehr möglichst konkrete Handlungsempfehlungen an die Hand bekommen, worauf sie selbst künftig achten sollten und was sie tun können.

Die Referenten und Themen:

Das Ziel: Der Kongress möchte für das Thema sensibilisieren und auf wichtige Aspekte aufmerksam machen. Das Ziel ist nicht, dass der Teilnehmer nach dem Kongress ein Sicherheitskonzept selbständig erarbeiten kann. Er soll aber grundlegende Inhalte kennen und typische Gefahren einer Veranstaltung erkennen können – und wissen, wie er damit umgehen kann.

Zielgruppe: Studierende, Auszubildende, alle Personen aus der Eventbranche, die mit dem Thema „Sicherheit“ noch nicht so viel zu tun haben.

Wann? 14.03.2018, 9 Uhr bis ca. 17 Uhr

Wo? Bad Dürkheim (bei Mannheim)

Die Kosten: Für alle Nicht-Auszubildenden/Nicht-Studierenden: 100 Euro (inkl. 19% USt.), für Berufsschulklassen 10 Euro/Schüler.

Anmeldung: Einfach per Mail an kontakt@bvvs.org

Alexander Holzmann – Brandschutz

Es gibt Dinge, die möchte man auf seiner Veranstaltung nicht haben. Dazu gehört definitiv „Feuer“. Brandschutz ist eines der wichtigsten Sicherheitsaspekte für eine Veranstaltung, die organisatorisch und technisch auch Auswirkungen auf die Planung der Veranstaltung haben. Die Entstehung und Ausbreitung von Bränden gilt es zu verhindern.

Wir haben für dieses Thema Alexander Holzmann gewinnen können, seines Zeichens Sicherheitsingenieur und Leiter Notfallmanagement & Veranstaltungssicherheit im Europapark Rust. Er ist auch Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr und wird erklären, worauf man unbedingt achten muss.

Markus Wiersch – Crowd-Management

Veranstaltungen bewegen Menschen. Sie kommen mit öffentlichen Verkehrsmittel mit dem Auto / Fahrrad oder zu Fuß. Sie gehen durch Türen und Schleusen, Die Menschen stehen,  laufen und tanzen. Sie verlassen die Location nach Veranstaltungsende – und evtl. in einem Notfall schlagartig.

Das Thema Crowd-Management ist eine Wissenschaft für sich. Auf dem Kongress werden wir die Grundzüge und wichtigsten Fakten vorstellen. Dafür haben wir mit Markus Wiersch, stellvertretender Geschäftsführer der Karlsruher Event GmbH, den Sicherheitsverantwortlichen des Festivals DAS FEST in Karlsruhe gewonnen. DAS FEST gehört mit über 200.000 Besuchern zu den größten Festivals in Deutschland und hat u.a. 2016 für seinen Besucherinformationsflyer den Innovationspreis des European Festival Awards gewonnen.

Jochen Kugele – Fliegende Bauten und ihre Technik

In dem Begriff steckt schon das besondere Risiko. Anders als feste bauliche Versammlungsstätten werden Fliegende Bauten an verschiedenen Standorten auf- und abgebaut. Allein damit steigen die Risiken. Viele Veranstalter stellen große oder kleine Zelte auf: Für den Kuchenverkauf, für die Band, für die Gäste usw.

Die Fa. ZMT Zelt- und Messetechnik aus Mainhardt versorgt Veranstalter mit Wärme, frischer Luft, Licht und Strom, aber auch mit Fluchtwegekennzeichen und Sicherheitsbeleuchtung usw. Ihr Geschäftsführer Jochen Kugele hat die Ausbildung zum Fachplaner für Besuchersicherheit an der FH Köln absolviert und berät Kunden rund um das Thema Veranstaltungssicherheit speziell bei Fliegenden Bauten.

Dr. Daniel Brunsch – Psychologie

Jeder Mensch tickt anders – wie tickt die Masse? Wie kann eine Menschenmenge angesprochen und dirigiert werden? Wie gehe ich in einer Krise vor, um Besucher*innen dabei zu helfen, die richtigen Entscheidungen zu treffen? Kann Kommunikation eine Massenpanik verhindern?

Für dieses spannende Thema haben wir Dr. Daniel Brunsch gewonnen, Kommunikationspsychologe an der Universität zu Köln. Als Gründer der Guardian Angels und Entwickler von Kommunikationstrainings unterstützt und berät er Event-Veranstaltende (z.B. Rock am Ring, Lollapalooza, Kölner Rosenmonatgszug) und die Polizei in Europa bei der Kommunikation mit den Besucher*innen.

Thomas Waetke – Recht & Verantwortung

Thomas Waetke

Der Paragraphendschungel ist genauso undurchdringlich wie der richtige Dschungel. Unpräzise Formulierungen im Gesetz, Unwissen in den Unternehmen und oftmals auch schlicht wirtschaftliche Interessen sorgen für unnötige Risiken. Wer ist für was verantwortlich? Was passiert eigentlich, wenn der Sanitätsdienst fehlt oder der Sicherheitsdienst mit zu wenig Personal besetzt ist? Kann auch ein Auszubildender haftbar gemacht werden?

Diese und ähnliche Fragen klärt Thomas Waetke, Justitiar im Bundesverband Veranstaltungssicherheit. Er ist Rechtsanwalt in Karlsruhe und auf das Veranstaltungsrecht spezialisiert, und Herausgeber des Internetportals eventfaq.de

Dennis Eichenbrenner – Sanitäts- und Rettungsdienst:

Unfälle sind nicht immer vermeidbar. Und während wir feiern, sind wir doch froh, wenn Helfer im Hintergrund bereit stehen. Wann wird auf einer Veranstaltung ein Sanitätsdienst benötigt? Wie ist ein Sanitätsdienst organisiert? Welche Anforderungen bestehen an eine Veranstaltung?

Unser Referent Dennis Eichenbrenner ist Leiter der Rettungswache des DRK in Konstanz. Er ist zugleich u.a. Mitglied im „Sicherheitskreis Großveranstaltungen“ der Stadt Konstanz und Mitglied des „Arbeitskreis MANV“ beim Landratsamt Konstanz, und berät mit seinem Unternehmen als Fachplaner für Besuchersicherheit (FH Köln) auch Veranstalter und Genehmigungsbehörden.

Roland G. Meier – Sicherheitskonzept

Das Sicherheitskonzept hat spätestens seit der Katastrophe auf der Loveparade 2010 in Duisburg an Bedeutung gewonnen. Dennoch gibt es auch heute noch viel Unsicherheit: Wer braucht eigentlich ein Sicherheitskonzept? Was muss alles in ein Sicherheitskonzept hinein? Welchen Zweck hat solch ein Konzept? Braucht auch die „kleine“ Veranstaltung ein Sicherheitskonzept?

Der Vorsitzende des Bundesverbandes Veranstaltungssicherheit, Roland G. Meier, beantwortet die vielen Fragen rund um das Konzept. Er ist Sicherheitsfachperson für Versammlungsstätten (TÜV Saarland) und berät mit seinem Unternehmen VDS GmbH aus München Veranstalter, Betreiber von Versammlungsstätten und Genehmigungsbehörden und erstellt Sicherheitskonzepte.

Christian Raith – Spezialversicherungen

Für alle Eventualitäten gerüstet sein bedeutet nicht nur, technische und organisatorische Maßnahmen zu treffen. Auch eine gute Versicherung kann helfen und schützen – nämlich gerade dann, wenn das unvermeidbare dann doch einmal passiert. Welche Versicherung ist eigentlich sinnvoll? Lässt sich der Ausfall durch einen Terroranschlag oder aus Pietätsgründen versichern? Und was ist der Unterschied zwischen Haftung und Deckung?

Zu solchen und weiteren wichtigen Themen wird Christian Raith mit uns diskutieren. Er ist Geschäftsführer der Fa. Eberhard, Raith & Partner aus Starnberg, einem Spezialversicherungsmakler für Veranstaltungsversicherungen.

Interesse? Melden Sie sich direkt per Mail beim Bundesverband Veranstaltungssicherheit: kontakt@bvvs.org, oder schicken Sie mir eine Mail an thomas@eventfaq.de, ich leite sie gerne an die Geschäftsstelle des bvvs weiter (ich bin dort der Justitiar, also datenschutzrechtlich alles safe :-)).

Ich bin Rechtsanwalt und Fachanwalt für Urheber- und Medienrecht und der Herausgeber und Autor hier auf eventfaq.de

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