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aus dem Eventrecht

Knöllchen für Loveparade-Kosten in Duisburg

Von Thomas Waetke 9. September 2015

In Duisburg scheint die Anzahl der verteilten Knöllchen für Falschparker im Vergleich zu anderen Städten erheblich gestiegen zu sein, das jedenfalls will die WAZ festgestellt haben. Im Vorbericht zum Haushaltsplan 2014 findet sich denn auch eine Erklärung: „Bei den Aufwendungen für Schadensfälle müssen die Etatmittel in den Jahren 2014 und 2015 beim Rechtsamt um jeweils 400 000 Euro aufgestockt werden. Diese zusätzlichen Aufwendungen werden für die Abwicklung des Loveparadeverfahrens notwendig …“. Ein Sprecher der Stadt Duisburg spricht dagegen von „blankem Zufall“.

Nun, tatsächlich darf eine Stadt Knöllchen verteilen, so viel sie will – die Bürger müssen sich ja nur an die Regeln halten, und schon gibt es keine Knöllchen mehr. Von „Abzocke“ kann man also nicht sprechen, außerdem muss ja irgendwie Geld in die Kasse kommen.

Man sieht aber auch, welch immense Kosten ein Unfall bei einer Veranstaltung, zumal eine so schreckliche Tragödie wie bei der Loveparade 2010, mit sich führen kann, auch noch Jahre später – von dem Risiko, von einem Gericht zu Schadenersatz verurteilt zu werden, einmal ganz abgesehen.