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aus dem Eventrecht

Kinder durch umherfliegende Zeltstangen verletzt

Von Thomas Waetke 13. August 2011

Ausgerechnet beim „Kindergesundheitstag“ in Trier wurden bei einem Unwetter vergangene Woche 3 Kinder verletzt, als ein Zelt vom Sturm umgerissen wird und Zeltstangen herumfliegen. Die Veranstaltung wurde abgebrochen.

Anmerkung von Rechtsanwalt Thomas Waetke:

Ein Veranstalter ist nicht für alles verantwortlich, was passiert; aber er muss zumindest das Erforderliche und Zumutbare unternehmen, um Schaden von seinen Besuchern fernzuhalten – nur dann genügt er seinen Verkehrssicherungspflichten.

Bei einer Open Air-Veranstaltung gehört zu den Verkehrssicherungspflichten des Veranstalters grundsätzlich die Be(ob)achtung des Wetters. Bei einem Unwetter muss er seine Besucher warnen und Gelegenheit geben, die Veranstaltung zu verlassen und geschütztes Gelände aufzusuchen. Da auch ein starker Wind nicht überraschend ist, muss der Veranstalter auch dafür sorgen, dass bewegliche Gegenstände stets gesichert sind.

Bei dem Unfall in Trier wäre also u.a. zu prüfen, ob der Veranstalter (bzw. der Zeltbauer) das Zelt ordnungsgemäß verankert und gesichert hat.