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aus dem Eventrecht

Kennzeichen für Böller

Von Thomas Waetke 16. Dezember 2010

Die Silvesterfeuerwerke stehen auch, zahlreiche Veranstalter planen bereits dafür. Wir verweisen diesbezüglich auf die Pressemitteilung der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (kurz: BAM) vom 14.12.2010, die Prüfzeichen für Böller und Raketen vergibt.

„Damit das Feuerwerk (…) in Deutschland abgebrannt werden darf, muss es zusätzlich eine Identifikationsnummer durch die BAM erhalten haben. Die Identifikationsnummer kann wie folgt aussehen: BAM-F2-1234. Wichtig ist das Kürzel BAM. Ohne die BAM-Identifikationsnummer, ist der Feuerwerksköper in Deutschland verboten.“, so die BAM.

Wenn ein Veranstalter also nicht zugelassenes Material verwendet und dadurch wird ein Besucher verletzt, so muss er mit einer Inanspruchnahme durch einen Geschädigten rechnen. Er sollte seine Mitarbeiter, die Pyrotechnik beschaffen, also dringend und ausdrücklich darauf hinweisen, nur von der BAM geprüfte Mittel einzukaufen. Unter Umständen (siehe § 35 Abs. 2 Satz 5 MVStättV) muss der Veranstalter eine nach dem Sprengstoffrecht geeignete Person beauftragten, das Feuerwerk zu überwachen.

Die Verwendung nicht zugelassener Pyrotechnik ist eine Ordnungswidrigkeit (§ 41 Abs. 1 SprengG, dort je nach Sachverhalt insbesondere Nr. 1a, 1c oder 2).