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aus dem Eventrecht

Kein Bier beim Fußball: Schweizer macht Ernst

Von Thomas Waetke 1. Oktober 2012

Die Konferenz der schweizerischen Polizei- und Sicherheitsdirektoren (KKJPD) hat am Montag entschieden, den Alkoholverkauf in schweizerischen Fußballstadien erheblich einzuschränken.

Künftig soll nur noch Bier mit höchstens 3% Alkohol erlaubt sein, bei Hochrisikospielen soll es ein Alkoholverbot geben. Damit sollen Ausschreitungen in oder vor Fußballstadien verhindert werden, bei denen auch Alkohol als Ursache gilt.

Verschiedene Vereine haben bereits unterschiedliche Regelungen zum Thema Alkohol. Kritiker bemängeln, dass wegen einiger weniger betrunkener Krawallmacher nun quasi alle Fußballfans in Sippenhaft genommen werden.

Die KKJPD kann sich derzeit mit einem einfachen Mittel bei den Vereinen durchsetzen: Für öffentliche Sportspiele, insbesondere für Fußballspiele der obersten Spielklasse gibt es in der Schweiz eine Bewilligungspflicht. Die KKJPD ist sich darin einig, künftig nur noch eine Bewilligung zusammen mit einer entsprechenden Auflage zu erteilen (siehe Artikel 3a des Konkordats gegen Gewalt anlässlich von Sportveranstaltungen).