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Karnevalsparty im NRW-Innenministerium abgesagt

Karnevalsparty im NRW-Innenministerium abgesagt

Von Thomas Waetke 29. Januar 2016

Das von SPD-Mann Ralf Jäger geführte Innenministerium hat seine diesjährige Karnevalsparty kurzfristig abgesagt. Grund dafür ist ein Proteststurm, nachdem die Polizei nicht nur unerfahrene Polizeianwärter in den Karvenvalsdienst schicken muss, um der Lage Herr zu werden, sondern selbst Urlaubssperre verhängt und kürzlich auch die 12-Stunden-Schichten wieder eingeführt hat.

In den Medien wurde zudem aus einer Mail des Personalrats an die ca. 800 Mitarbeiter berichtet. BILD zitiert aus einer E-Mail an die Mitarbeiter:

„Somit kann am Donnerstag, den 04. Februar 2016 die (Arbeits-)Feierzeit von 6.30 Uhr bis 20.00 Uhr gebucht werden. – also heißt es an „Altweiber“: wie gewohnt „stempeln“ – aber bitte schön, um gemeinsam zu feiern. Gibt es eine schönere Art Kommunikation zu pflegen?! Und wenn Sie mögen, können Sie dabei sogar noch Überstunden machen….“

Nun, man mag darüber streiten, ob eine Karnevalsparty – auch wenn dies schon in den vergangenen Jahren immer so gehandhabt wurde – unbedingt als Arbeitszeit gelten muss. Solange die Anwesenheit der Mitarbeiter gewollt ist, und der Mitarbeiter also nicht alternativ nach Hause gehen darf, dann handelt es sich sicherlich um Arbeitszeit. Wenn dann aber noch mehr oder weniger offen zu Überstunden-machen eingeladen wird, die mit Steuergeldern finanziert werden, dann stellt sich die Frage, ob man als Ministerium eine Party nicht so organisieren kann, dass sie innerhalb der normalen Dienstzeit stattfindet und endet – wer länger bleiben will, darf das auf eigene Verantwortung und ohne Anrechnung von Arbeitszeit dann ja durchaus machen.

 

Urheberangabe für das/die Foto(s) (Symbolfoto):

  • Drei feiernde Mitarbeiter mit Partyhüten: © Picture-Factory - Fotolia.com