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aus dem Eventrecht

Herzinfarkt beim Fasching

Von Thomas Waetke 2. März 2011

Da hatte dann einer doch zu arg gefeiert: Bei einer Faschingsveranstaltung in Karlsruhe ist ein Tänzer nach einem Herzinfarkt zusammengebrochen.

Ersthelfer konnten ihn wiederbeleben Der Veranstalter hatte daraufhin die Veranstaltung abgebrochen, die nachgeholt werden soll.

Anmerkung von Rechtsanwalt Thomas Waetke:

Dies ist ja (leider) kein seltener Fall. Natürlich können sich auch Musiker oder aktive Teilnehmer verletzen. Aktuell ist ja immer die Rede von „Sicherheitskonzepten“, dabei werden aber allzugerne die vielen kleinen Veranstaltungen übersehen, bei denen auch etwas passieren kann. Auch dort sollte sich der Veranstalter im Vorfeld Gedanken machen, was er wann wie macht: Wer ruft den Rettungsdienst, wer sichert die Unfallstelle ab usw.

→ Diese Maßnahmen muss der Veranstalter auch kommunizieren, am besten schriftlich!

 Hinweis 1  Nur, weil die Genehmigungsbehörde keine Auflage zur Anzahl von Sanitätern macht, bedeutet das nicht, dass der Veranstalter keine Sanitäter braucht. Der Veranstalter muss selbst prüfen, ob Bedarf vorhanden ist. Die Auflage der Genehmigungsbehörde ist insoweit nur als Mindestforderung anzusehen.

 Hinweis 2  Handelt es sich bei dem Verletzten um einen Arbeitnehmer, muss der Unfall unverzüglich der Unfallkasse bwz. Berufsgenossenschaft gemeldet werden! Überhaupt muss jede Art von Schaden einer potentiell beteiligten Versicherung unverzüglich gemeldet werden: Verletzt sich ein Besucher, sollte unverzüglich die Haftpflichtversicherung informiert werden. Passiert das nicht, kann die Versicherung die Einstandspflicht verweigern!