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aus dem Eventrecht

Haftung von Vereinsmitgliedern soll beschränkt werden

Von Thomas Waetke 30. Juni 2011

Nach der derzeitigen Gesetzeslage haftet ein Vereinsmitglied auch bei leichter Fahrlässigkeit, d.h. der Verein kann (ggf. muss) sich von seinem Mitglied den Schaden ersetzt verlangen, den es anrichtet. Dabei spielt es keine Rolle, ob das Vereinsmitglied bspw. ehrenamtlich gehandelt hat.

Abgesehen davon, dass diese Haftungsregelung nicht jedes Vereinsmitglied kennt, ist die Politik schon länger der Meinung, dass man hier das ehrenamtlich handelnde Vereinsmitglied besser schützen müsse. Nunmehr hat ein Gesetzentwurf des Bundesrat passiert und liegt nun beim Bundestag, hier kann man mit einer Zustimmung rechnen.

Wesentlicher Inhalt des Gesetzentwurfs ist ein neuer Paragraph § 31 b BGB, durch den das Mitglied bei leicht fahrlässig verursachten Schäden nicht mehr gegenüber dem Verein haften soll, sondern nur noch bei grober Fahrlässigkeit und bei Vorsatz.

Sofern das Mitglied durch einen geschädigten Dritten in Anspruch genommen werden sollte, kann das Mitglied vom Verein eine Freistellung verlangen, sofern es den Schaden bei dem Dritten lediglich leicht fahrlässig verursacht hat.

Dies jedenfalls gilt für Mitglieder, die unentgeltlich tätig sind oder nicht mehr als 500 Euro Jahresvergütung erhalten.