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Haftung und Verantwortung: Möglichkeiten der Minimierung

Haftung und Verantwortung: Möglichkeiten der Minimierung

Von Kristin Zimmermann 10. Juni 2020

Das Thema „Verkehrssicherungspflichten und Haftung“ könnte einem Veranstalter eigentlich den Spaß am Veranstalten verderben. Die Anforderungen sind hoch, die Kosten für Sicherheit ebenso. Vielfach verfährt ein Veranstalter nach dem Motto “Augen zu und durch”, was aber die falsche Taktik ist.

Hilfestellung, Lösungsansätze, Tipps… In unserem Webinar am 14.07.2020 von 10:30 Uhr bis 12:30 Uhr erfahren Sie, wie Sie die Haftung und Verantwortung „ganz einfach“ minimieren können.

Inhalte:

  • Wer haftet wofür?
  • Haftet man auch, wenn man einen professionellen Dienstleister beauftragt?
  • Haftet der Mieter für Schäden an der Mietsache?
  • Was muss man tun, wenn man Probleme erkennt?
  • Was sind Verkehrssicherungspflichten?
  • Welche Möglichkeiten gibt es, das Thema Haftung im Vertrag zu regeln? (mit Besuchern, Dienstleistern, Auftraggeber)
  • Was kann man tun, um das Haftungsrisiko zu minimieren?

Haftbar gemacht werden kann grundsätzlich:

  • jeder,
  • der fahrlässig oder vorsätzlich einen Schaden verursacht hat,
  • egal, ob er Geschäftsführer, Auszubildener, Angestellter oder Selbständiger ist (das Ausmaß der Strafe ist dann aber von vielerlei Aspekten abhängig, u.a. auch von der Reife, von der hierarischen Position im Unternehmen usw.).

Aber was bedeutet Fahrlässigkeit überhaupt?

Wenn ich die objektiv erforderliche Sorgfalt außer Acht gelassen habe (§ 276 Abs. 2 BGB); war der Schaden vorhersehbar und vermeidbar? Bei der Fahrlässigkeit fehlt im Gegensatz zum Vorsatz das Wissen und Wollen des Schadens, unjuristisch könnte man sagen:

  • Fahrlässigkeit ist Ungeschicktheit,
  • Vorsatz ist Absicht bzw. das Rechnen mit dem Schaden.

Im Strafrecht geht es um die subjektive Sorgfalt, hier sind die Anforderungen also weniger streng; das liegt daran, dass das Strafrecht den Täter aufgrund seiner persönlichen Schuld bestrafen soll. Das Zivilrecht soll aber auch die anderen schützen, daher geht man im Zivilrecht von dem objektiv Sorgfältigen aus. Dabei kommt es auch nicht etwa auf branchenübliche Schlampigkeiten an, sondern eher auf das, was der “optimale” Durchschnittsbranchenangehörige getan hätte.

Urheberangabe für das/die Foto(s) (Symbolfoto):

  • Weglaufen vor der Verantwortung: © bluedesign - Fotolia.com