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aus dem Eventrecht

Gutachten: Mercatorhalle bleibt geschlossen

Von Thomas Waetke 23. April 2013

Erhebliche Brandschutzmängel hatten im August 2012 die Schließung der Mercatorhalle im CityPalais in Duisburg erforderlich gemacht. Der Zwischenbericht der Brandschutzsachverständigen offenbart nun größere Mängel als bisher befürchtet.

So hätten insbesondere die oberen Ränge zu einer Falle für die Besucher werden können: Die nicht funktionierende Rauchabzugsanlage hätte zu einer völligen Verrauchung geführt. Auch die Fluchtwege seien länger als zulässig, so der Sachverständige. Hinter den Wandverkleidungen hätte sich nach Ansicht der Gutachter unbemerkt ein Feuer ausbreiten können, weil einerseits u.a. keine nicht brennbaren Kabelschächte vorhanden seien, und andererseits auch Brandmelder fehlen würden. Brandschutztüren seien nur schwer zu öffnen gewesen und hätten im Brandfall ein für flüchtende Besucher unüberwindbares Hindernis sein können.

Die Mängelliste ist lang, umso weniger trauen sich die Verantwortlichen nun, einen Zeitpunkt für die Wiedereröffnung festzulegen. Pressemeldungen zufolge sollen die Mängel auf eine gefährliche Melange von kriminellem Pfusch, mangelhafter Sicherheitskonzepte, fehlerhafter Planungen und falscher Ausführungen zurückzuführen sein.

Anmerkung von Rechtsanwalt Thomas Waetke:

Wir reden hier von einer Halle, die 2007 eröffnet wurde… Immerhin hat man zumindest die Mängel entdeckt und Konsequenzen in Form der Schließung gezogen.