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aus dem Eventrecht

Grenzen erkennen, Fachleute fragen

Von Thomas Waetke 18. März 2013

Es gibt viele einfache Möglichkeiten, seine eigene Veranstaltung sicher zu machen. Wir haben in unserer neuen Serie „Tipps für eine (rechts-)sichere Veranstaltung” bereits ein paar Tipps gegeben. Hier nun ein weiterer Baustein für Ihre sichere Veranstaltung:

Grenzen erkennen.

Wer an die Grenzen seines Fachwissens, seiner Ausbildung oder seiner Erfahrung stößt, ist verpflichtet, fachlichen Rat einzuholen. Wird dies unterlassen, geht man ein hohes Haftungsrisiko ein: Kommt es zu einem Schaden, den man mithilfe fachlichen Rates hätte vermeiden können, macht man sich schadenersatzpflichtig (im Zivilrecht) bzw. auch ggf. strafbar (im Strafrecht), da man zumindest Fahrlässigkeit unterstellen kann.

Fachlichen Rat einzuholen bedeutet nicht, dass man für jede Frage einen Sachverständigen hinzuziehen muss. Unter Umständen reicht auch aus, den erfahrenen Kollegen zu fragen (der dann ggf. seinerseits sagen muss, dass er die Frage nicht beantworten kann). Wer gefragt werden muss, ist letztlich eine Frage des Einzelfalls.

Die Kunst besteht darin, zu erkennen, wann man keine Ahnung hat… Es gibt nur wenige Menschen, die alles wissen und können (ich zum Beispiel; danke). Alle anderen müssen also erst einmal erkennen, dass sie ihre Grenzen erreicht haben. Letztlich müsste man also wissen, was sich hinter der Grenze befindet, um zu wissen, dass „es“ die Grenze ist. Hier hilft sicher ein gutes Bauchgefühl.

Denken Sie aber daran, dass Sie später ggf. beweisen müssen, dass Sie fachlichen Rat eingeholt haben: Dokumentation ist das Stichwort (siehe dazu unseren Tipp Nr. 3).

Sie brauchen Unterstützung? Gerne beraten wir Sie und helfen Ihnen bei Ihrer Dokumentation und anderen Lösungen für eine (rechts-)sichere Veranstaltung. Sprechen Sie uns einfach an: info@schutt-waetke.de oder Telefon 0721 / 120 500.