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aus dem Eventrecht

Gießen: Schlägertrupp gegen Partygäste?

Von Thomas Waetke 6. Juni 2012

Erneut ist diesmal in Gießen (Hessen) eine über Facebook promotete Party aus dem Ruder gelaufen: Ungefähr 1.000 Feiernde sollen die Studentenparty in einem Mietshaus besucht haben, als am Sonntag morgen 10 schwarz gekleidete Männer aufgetaucht und wahllos auf die Feiernden eingeprügelt haben sollen.

Angeblich sollen die Schläger gemeinsam mit den Vermietern aufgetaucht sein, die zuvor vergeblich die Beendigung der Party gefordert haben sollen. Dementsprechend wurde gemutmaßt, dass die Vermieter die Schläger zu Hilfe riefen, um die Party gewaltsam zu beenden. Angaben der Vermieter zufolge bestünde ein Feierverbot, die Mieter seien auch wegen illegaler Partys bereits mehrmals abgemahnt worden.

Eine schwer verletzte Besucherin wurde in ein Krankenhaus gebracht. Die Ermittlungen der Polizei bauen auf bisher 50 Zeugenaussagen und Handyvideos. Da die Party auch über Facebook beworben wurde, sind aber viele der Besucher unbekannt und können von der Polizei nicht befragt werden.

Polizeiangaben zufolge meldete sich gegen kurz nach 1 Uhr die Vermieterin bei der Polizei und bat, die Veranstaltung aufzulösen, da seit zwei Jahren ein Feierverbot bestehen würde. Eine Viertelstunde später gingen erste Notrufe bei der Polizei ein, dass mehrere Schläger die Partygäste verprügeln würden. Die erste Streife war bereits eine Minute später vor Ort, konnte aber aufgrund der Menschenmenge auf der Straße nicht bis an das Haus vorfahren. Mehrere Rettungswagen waren bereits im Einsatz.