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aus dem Eventrecht
Gemeinnützigkeit befreit Verein nicht von Verantwortung

Gemeinnützigkeit befreit Verein nicht von Verantwortung

Von Thomas Waetke 18. September 2012

Die Gemeinnützigkeit bei Vereinen verleitet oft zu dem Trugschluss, der Verein müsse sich „nicht so sehr“ an die Gesetze halten. So ist beispielsweise die Meinung verbreitet, dass ein gemeinnütziger Verein keine GEMA-Gebühren zahlen müsse.

Die Gemeinnützigkeit betrifft in erster Linie nur steuerliche Aspekte: Wenn ein Verein gemeinnützig ist, ist er von der Körperschaftssteuer und Gewerbesteuer befreit, ebenso kann er Zuwendungsbescheinigungen für Sach- oder Geldspenden ausstellen. Ob ein Verein gemeinnützig ist oder nicht, entscheidet das für den Verein zuständige Finanzamt.

Führt ein Verein Veranstaltungen durch, wird der Verein wie jeder andere Veranstalter auch behandelt – abgesehen eben von den steuerrechtlichen Besonderheiten.

Ein Beispiel: Überschreitet der Verein eine Einnahmengrenze von 35.000 Euro im Jahr durch seine Veranstaltungen, dann verliert er das Steuerprivileg; das heißt, dass er dann diese Einnahmen vollständig (und nicht nur den über die 35.000 Euro hinausgehenden Betrag) zu versteuern hat.

Die Grenze von 35.000 Euro darf nur ausnahmsweise dann überschritten werden, wenn die Einnahmen ausschließlich dem sogenannten Zweckbetrieb des Vereins zuzuordnen sind. Dies wäre dann der Fall, wenn die Einnahmen zwingend der gemeinnützigen Tätigkeit zuzuordnen sind. Wenn aber ein Sportverein Einnahmen durch regelmäßige Vereinsfeste erzielt, so gehören diese Einnahmen nicht zum Zweckbetrieb.

Achtung!
Das betrifft auch andere Bereiche: Auch bei einem Vereinsfest

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