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Geld ausgeben für Werbung oder Sicherheit?

Geld ausgeben für Werbung oder Sicherheit?

Von Thomas Waetke 17. Juni 2015

Vor einer Weile hatten wir in einer Umfrage die Frage gestellt: Sie haben in Ihrem Budget nur begrenztes Geld. Sie müssen sich nun entscheiden: Geben Sie dieses Geld aus für mehr Werbung für die Veranstaltung oder für ein deutliches Plus an Sicherheit (für Rechtsberatung und Sicherheitsberatung)?

  • Antwortmöglichkeit 1: Für mehr werbliche Maßnahmen
  • Antwortmöglichkeit 2: Für ein Plus an Sicherheit

Das Ergebnis:

55% würde das Geld für mehr werbliche Maßnahmen ausgeben, 45% für mehr Sicherheitsmaßnahmen. Teilgenommen an der Umfrage hatten 258 User.

Ich persönlich möchte behaupten, dass tatsächlich sich die Mehrheit für mehr Werbung, wenn die Alternative bestehen würde auch für mehr Dekoration usw. entschieden hätte. Oft genug wird an Sicherheit eher gespart. Dass muss für sich gesehen ja nicht schlimm sein, schließlich lässt sich auch objektiv schwerlich feststellen, wann Sicherheit „genug“ ist. Strenggenommen hätte ich die Frage in der Umfrage auch so formulieren sollen: Sowohl in der Sicherheit als auch in der Werbung sind noch Maßnahmen von Nöten… für welche Maßnahmen entscheiden Sie sich?

Mit einem Wink an alle Kolleginnen und Kollegen aus dem Bereich der Beratung in der Veranstaltungssicherheit: Schon im Lauf der Umfrage habe ich wütende Kommentare bekommen á là „Das ist doch völlig klar, dass man sich für die Sicherheit entscheiden muss!“. Nur: Ich erlebe es oft genug anders.

Bedeutet: In der Theorie ist es einfach, sich für Sicherheit zu entscheiden. Fraglich ist aber, ob man an der hohen Sicherheit immer noch festhält, wenn es um den eigenen Geldbeutel geht, um wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens und das erfolgreiche Bestehen am Markt. Dann fängt man nämlich schnell an, an der Definition von „Sicherheit“ herumzudoktern – notfalls auch solange, bis die Definition mit dem Geldbeutel übereinstimmt.

Meine Überlegung:

Das Ob: Sicherheit als solche sollte nicht zur Diskussion stehen, also dass Maßnahmen zur Sicherheit von Besuchern, Mitwirkenden und Beschäftigten zu treffen sind.

Das Wie: Diskutieren kann man über das „wie“, also wie und welche Maßnahmen erforderlich und umzusetzen sind. Bevor man den Veranstalter zu Tode übersichert und überfordert, sollte ein Grundmaß an Sicherheit vorhanden sein und funktionieren (was auch immer dieses Grundmaß sein kann). Man könnte hier sagen: Lieber weniger richtig, als mehr mangelhaft.

Die Branche der Spezialisten muss m.E. auch aufpassen, nicht zu viele Ideen und vermeintlich erforderliche Maßnahmen zu „erfinden“ und damit zu sorgen, dass irgendwann alle diese Maßnahmen wie ein „Stand der Technik“ erscheinen. Davon hat auch niemand etwas.

 

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