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aus dem Eventrecht

Gast stirbt bei Treppensturz in Gaststätte

Von Thomas Waetke 30. Januar 2013

In einer Gaststätte in Wemding (Bayern) ist gestern ein 50-Jähriger Gast nach einer Raucherpause die Treppe in das Lokal zurück heruntergegangen und dabei gestürzt. Er verstarb noch an der Unfallstelle. Die Kriminalpolizei ermittelt, ob der Sturz ursächlich für den Tod war oder ein gesundheitliches Problem.

Anmerkung von Rechtsanwalt Thomas Waetke:

Zu einem Sturz auf einer Treppe lesen Sie auch unseren Beitrag Besucherin stürzt Treppe hinunter und stirbt.

Wie unterschiedlich die Gerichte die Verkehrssicherungspflicht bei einem „Treppensturz“ bewerten, können Sie an diesen beiden Beiträgen sehen:

Treppensturz in Diskothek in München

Treppensturz im Fußballstadion in Cottbus

Letztlich ist es natürlich immer eine Frage des Enzelfalls: War die Treppe ordentlich gebaut? War sie als Treppe erkennbar? War sie ausgeleuchtet? Waren die Stufen frei? Handelt es sich um eine Außentreppe bzw. eine Treppe im Freien? Ist es eine wichtige Treppe, um zur Veranstaltung zu gelangen?

Je weniger die Gefahr für den Besucher erkennbar und beherrschbar ist, desto mehr muss der Verkehrssicherungspflichtige unternehmen, um Schäden zu verhindern. Bei einer erkennbar alten Treppe in einer Burg muss der Besucher schon von sich aus vorsichtiger sein und genauer hinschauen, als bei einer Treppe in einem Neubau.