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aus dem Eventrecht

Funktionierendes Sicherheitskonzept bei 30 Minuten Stillstand der Masse?

Von Thomas Waetke 24. Juli 2011

Auf der Größten Kirmes am Rhein in Düsseldorf (NRW) kam es am Freitag Abend zu einem Gedränge, als zwei Besucherströme aufeinandertrafen.

Nach Aussagen von Besuchern, die sich in dieser Menge befanden, konnte man sich fast eine halbe Stunde nicht mehr bewegen, viele Personen hätten Angst vor einer Panik gehabt.

Das Sicherheitspersonal hatte dann eine Kette gebildet, um den Zulauf von weiteren Besuchern zu verhindern. „Das Sicherheitskonzept hat funktioniert“, so der Veranstalter.

Anmerkung von Rechtsanwalt Thomas Waetke:

Erstmal ist als positiv festzuhalten, dass nichts passiert ist. „Das Sicherheitskonzept hat funktioniert“, heißt es. Warum aber kam es überhaupt zu diesem Gedränge? Wie konnten zwei Besucherströme derart aufeinanderprallen, dass es dort für die Besucher 30 Minuten keine Fortbewegungsmöglichkeiten gibt?

Hätte das Sicherheitskonzept diese Situation nicht schon verhindern müssen? Hätte die Kette der Sicherheitsleute nicht früher gestellt werden müssen, um den Zufluss zu unterbinden – bevor die Besucher eine halbe Stunde ausharren müssen, bis der Pulk aufgelöst wird?

Offenbar sorgte das gute Wetter für den großen Besucherandrang. Aber das darf keine Ausrede sein.

Ein Video (und einen ausführlichen Bericht über die Kirmes) können Sie auf rp-online sehen.