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aus dem Eventrecht

Flugzeug stürzt nahe Festival ab

Von Thomas Waetke 1. Juli 2013

In unmittelbarer Nähe einer Tribüne des „Roadrunner´s Paradise Race 61“ in Finowfurt (Brandenburg) ist am Samstag ein Sportflugzeug abgestürzt, das sich auf einem Schulungsflug befunden hatte. Der Pilot kam dabei ums Leben.

Anmerkung von Rechtsanwalt Thomas Waetke:

Bei dem geschilderten Unfall ist das Flugzeug glücklicherweise nicht auf das Festivalgelände gestürzt, sondern nur in der Nähe.

Ein Flugzeugabsturz gehört zu den unkalkulierbaren Szenarien für eine Veranstaltung, auf die sich ein Veranstalter im Rahmen seiner Verkehrssicherungspflichten nicht einrichten muss: Den Besucher vor einem Flugzeugabsturz zu schützen, wäre unzumutbar.

Sollte es allerdings zu einem Flugzeugabsturz auf das Veranstaltungsgelände kommen, muss zumindest das grundlegende Notfallszenario greifen: Zwar muss der Veranstalter nicht mit einem Absturz rechnen, aber mit anderen Unfällen, auf die er reagieren können muss. Der Veranstalter wäre also nicht für die unmittelbaren Folgen des Absturzes verantwortlich (z.B. Todesopfer, die vom Flugzeug getroffen werden); er könnte aber ggf. für die mittelbaren Folgen verantwortlich gemacht werden, bspw. wenn es zu weiteren Toten oder Verletzten kommt, weil Rettungswege zugestellt sind oder die Alarmierung der Rettungskräfte nicht funktioniert.