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aus dem Eventrecht

Ferienjobs für Jugendliche

Von Thomas Waetke 7. Juli 2010

Zu Ferienjobs von Jugendlichen hat die Bundesregierung aktuell auf verschiedene Punkte hingewiesen:

  • Jugendliche dürfen keine gefährlichen Tätigkeiten ausüben, bei denen sie beispielsweise Lärm oder extremen Witterungsverhältnissen ausgesetzt sind. Arbeit an Wochenenden und Feiertagen ist ebenfalls für Minderjährige untersagt.
  • Schüler unter 13 dürfen generell nicht beschäftigt werden.
  • 13- bis 15-jährige Schüler dürfen unter Einhaltung bestimmter Regelungen arbeiten, jedoch nur nach Zustimmung der Erziehungsberechtigten. Somit dürfen Schüler dieser Altersgruppe höchstens zwei Stunden täglich mit leichten, kindgerechten Tätigkeiten Taschengeld hinzuverdienen. So dürfen sie beispielsweise Babys sitten, Zeitungen austragen und Nachhilfe geben.
  • Schulpflichtige ab 15 Jahren dürfen ganztags zwischen 6 Uhr morgens und 20 Uhr abends arbeiten. Der Ferienjob darf jedoch 40 Wochenstunden nicht überschreiten und ist auf maximal vier Wochen pro Kalenderjahr beschränkt. Zwischen den einzelnen Schichten müssen zudem mindestens 12 Stunden Freizeit liegen.
  • Für Jugendliche, die bereits einen Schulabschluss besitzen, gilt: höchstens 50 Tage pro Jahr oder zwei Monate hintereinander jobben. Was darüber hinaus geht, ist kein Ferienjob mehr.
  • Volljährige Schüler unterliegen nicht mehr dem Jugendarbeitsschutzgesetz. Daher dürfen sie sowohl in den Ferien, als auch neben der Schulzeit einen Minijob ausüben – vorausgesetzt dieser beeinträchtigt ihre schulischen Leistungen nicht. 

Quelle: Pressemeldung der Bundesregierung vom 06.07.2010 (hier).

Im Übrigen gilt das Jugendarbeitsschutzgesetz, das die Arbeitszeiten für Kinder und Jugendliche regelt.

Nicht nur für Ferienjobs in einer Agentur, sondern auch sonst gelten gewisse Vorschriften, wenn Minderjährige beschäftigt werden. Der Arbeitgeber muss bei der Beschäftigung von Minderjährigen eine weitaus größere Vorsicht walten lassen als bei erwachsenen Arbeitnehmern.