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aus dem Eventrecht

Fan narrt Security mit Rollstuhl-Trick

Von Thomas Waetke 8. Juli 2010

Wie dpa heute berichtet, hat der Italiener, der beim gestrigen WM-Spiel Deutschland gegen Spanien das Spielfeld gestürmt hat, mit einem simplen Trick die Sicherheitskräfte hereingelegt: Er hat sich als behinderter Rollstuhlfahrer ausgegeben und fuhr in seinem Rollstuhl bis an die Absperrungen. Plötzlich sprang er auf und konnte so ca. 50 Sicherheitskräfte überrumpeln und auf das Spielfeld gelangen.

Anmerkung von Rechtsanwalt Thomas Waetke:

So lustig sich das anhören mag: So etwas kann ganz schnell gefährlich werden. Irren ist menschlich, auch Sicherheitskräfte sind nur Menschen. Wer eine Veranstaltung mit prominentem Publikum oder mit teuren Wertsachen organisiert, sollte auch solcherlei Machenschaften nicht unterschätzen. Der Veranstalter sollte sich mit dem Sicherheitsdienst darauf vorbereiten. Schlechte Bezahlung, kein Catering, unterbesetztes Personal und mangelnde Ausbildung führen dazu, dass das Personal nicht ausreichend aufmerksam ist.

Der Verantwortliche sollte stets klare Arbeitsanweisungen geben, wer was darf. Dies macht auch schon deshalb Sinn, um später ggf. beweisen zu können, was der Sicherheitsdienst falsch gemacht hat. Ansonsten könnte der sagen, dass ihm keine Vorgaben gemacht wurden.