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aus dem Eventrecht

Falscher Feueralarm bei Konzert

Von Thomas Waetke 22. März 2011

Bei einem Schlagerkonzert in der Nähe von Augsburg (Bayern) hat ein Kurzschluss einen Feueralarm ausgelöst. Die 700 Besucher verließen die Halle, das Konzert konnte kurz darauf aber wieder fortgesetzt werden.

Unmittelbar nach Konzertbeginn knallte es plötzlich laut und der Alarm schrillte. Da der Alarm nahezu zeitgleich mit dem Konzertbeginn ertönte, dachten die Besucher zunächst, die Effekte würden zur Show gehören. Lautsprecherdurchsagen klärten die Sache aber auf, und die Besucher wurden vorsorglich zum Verlassen der Halle aufgefordert.

Anmerkung von Rechtsanwalt Thomas Waetke:

Es ist ja nicht das erste Mal, dass Zuschauer eine mögliche Gefahr nicht erkannt und mit Showeffekten verwechselt hätten. Die Verantwortlichen für die Sicherheit der Besucher müssen damit rechnen, dass der Besucher eine Gefahr nicht sofort als Gefahr wahrnimmt. Bekanntlich findet ein Besucher das in der Halle lodernde Feuer auch spannender zum Anschauen, als draußen in der Kälte frieren zu müssen.

Stellen Sie sicher, dass zumindest eigene Mitarbeiter und Evakuierungshelfer (Ordnungsdienstmitarbeiter) usw. wissen, wie sich der Alarm anhört. Es wäre ein unnötiger Zeitverlust, wenn die Sicherheitsmaßnahmen nur deshalb nicht sofort umgesetzt würden, nur weil die Mitarbeiter das nervige Geheule nicht als den Alarm identifizieren, der ihnen den Notfall signalisiert (alles schon passiert, also nicht auf die leichte Schulter nehmen).