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aus dem Eventrecht
Falschen Eindruck erweckt?

Falschen Eindruck erweckt?

Von Thomas Waetke 18. Juni 2015

Wer den Eindruck erweckt, für etwas verantwortlich zu sein, ist auch dafür verantwortlich. Dieser Merksatz gilt in vielen Konstellationen, jüngst hat es nun ein Kreuzfahrtunternehmen getroffen, das für Schäden an einem im Parkhaus kostenpflichtig abgestellten Fahrzeug eines Mitreisenden verantwortlich gemacht wurde.

Die Kernsätze des Gerichts:

  • Zwischen dem Reisenden und dem Kreuzfahrtunternehmen kam ein Verwahrungsvertrag zustande.
  • Für den Reisenden war bei der Buchung des Parkplatzes nicht erkennbar, dass das Unternehmen die Reservierung in einem öffentlichen Parkhaus lediglich hatte vermitteln wollen.
  • Auch bei der Abgabe des Fahrzeugs hat er nicht erkennen können, dass es sich bei den Personen, die ihn empfangen hatten, nicht um Mitarbeiter des Kreuzfahrtunternehmens gehandelt hatte.
  • Auch aus dem Reisekatalog habe sich nicht ergeben, dass ein gesonderter Mietvertrag mit dem Parkhausbetreiber, und eben nicht mit dem Kreufahrtunternehmen, abgeschlossen wird.

Diese „Regeln“ kann man durchaus auf andere Konstellationen übertragen, man denke hier bspw. an:

  • den Parkplatz bei einer Veranstaltung,
  • die Garderobe,
  • den Essensverkauf usw.

 

Urheberangabe für das/die Foto(s) (Symbolfoto):

  • Mann hält Schild mit Fragezeichen vor Gesicht: © ra2 studio - Fotolia.com