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aus dem Eventrecht

Facebook-Party von Horst 2.0 bleibt ruhig

Von Thomas Waetke 8. Mai 2012

Mit viel Medienhype ist eine von CSU-Chef Horst Seehofer über Facebook promotete Party in der Münchener Nobel-Disko P1 heute abend gestartet, und blieb deutlich hinter den Erwartungen und Befürchtungen zurück.

Seehofer hatte zur Party im P1 über sein Facebook-Profil geladen. Jeder, der „Fan“ des CSU-Politikers wurde, konnte sich zur Party anmelden und einen Platz auf der Gästeliste erhaschen. Während das P1 ca. 600 Gäste fasst, meldeten sich über 2.500 User an, bevor die CSU die Gästeliste dichtmachte. Die Münchener Polizei war auf den Ansturm vorbereitet, auch Störer kündigten sich an.

Entsprechend groß war die Furcht vor einem Chaos, das aber dann heute abend ausblieb: Der Beginn der Party musste sogar um eine Stunde nach hinten verschoben werden, da erheblich weniger Besucher erschienen als erwartet. 60 Security des P1 und 150 Medienvertreter standen dann nur ca. 600 Besuchern gegenüber.

Anmerkung von Rechtsanwalt Thomas Waetke:

Letztlich ist die Werbung via Facebook nicht viel anders als die „konservative“ Werbung mit Flyern und Plakaten: Auch hier kann der Veranstalter kaum vorhersehen, wieviele Besucher tatsächlich kommen.

„Facebook“-Parties gelangen meist in die Schlagzeilen, wenn aus einer kleinen Geburtstagsparty ein Event mit hunderten Besuchern, Polizeihunden, Polizeihundert- schaften und Krawallen wird – so bspw. die „Thessa-Party“  in Hamburg im vergangenen Sommer (siehe hier).