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aus dem Eventrecht

„Facebook-Party“ eskaliert erneut

Von Thomas Waetke 25. Juli 2011

Ein Jugendlicher hatte versehentlich öffentlich zu einer Party zu sich nach Hause nach Heusweiler (Saarland) eingeladen. Als er den Fehler bemerkte, wollte er die Veranstaltung wieder absagen – dennoch erschienen ca. 2.000 Personen.

Die Polizei erfuhr im Vorfeld von der hohen Anzahl an Zusagen zur Party, und sperrte die Straßen um das Wohnhaus des Jugendlichen ab. Die Polizei nahm 69 Personen fest, es wurden mehrere Sachbeschädigungen und Körperverletzungen festgestellt. Die Polizei prüft, ob sie dem Jugendlichen die Kosten auferlegen kann.

UPDATE vom 25.07.2011: Nach Angaben des saarländischen Innenministeriums hat der Polizeieinsatz 115.000 Euro gekostet…

Anmerkung von Rechtsanwalt Thomas Waetke

In diesem Fall erscheint fraglich, ob der Jugendliche zur Kostentragung für den Polizeieinsatz und die Beschädigungen herangezogen werden könnte. Denn einerseits (wir unterstellen das einmal als beweisbar) hat er nur versehentlich öffentlich eingeladen, andererseits hat er versucht, die zugesagten Teilnehmer wieder auszuladen und seinen Fehler „wieder gut zumachen“.