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Exzesse: Immer mehr Umzüge werden abgesagt

Exzesse: Immer mehr Umzüge werden abgesagt

Von Thomas Waetke 15. November 2016

Faschingsumzüge werden in vielen Gemeinden von Vereinen organisiert und zumeist auch ehrenamtlich organisiert und durchgeführt. Immer öfter sagen Vereine ihre teilweise traditionellen Umzüge nun aber ab, da sie der vielen Auflagen und Sicherheitsvorschriften nicht mehr Herr werden.

Eines der Hauptübel sind dabei oft betrunkene Jugendliche, die aufgrund vieler Straftaten für immer höhere Anforderungen an die Sicherheit geführt haben.

Viele Veranstalter monieren, dass seit ein paar Jahren die Anforderungen immer mehr erhöht würden, und damit für einen Verein oftmals nicht mehr zu stemmen seien.

Tatsächlich dürfte es schwierig sein, zwischen notwendigen Auflagen seitens der Genehmigungsbehörden und zwar sinnvollen Auflagen zu unterscheiden, die aber rechtlich nicht haltbar sind. Denn eine klare Grenze bzw. Vorgabe dazu gibt es nicht, so gibt es eben vorsichtigere Behördenmitarbeiter bzw. übervorsichtige Behördenmitarbeiter genauso wie solche, die aus verschiedenen Gründen keine besonderen Anforderungen an den Veranstalter stellen. Hier spielt auch die Frage hinein, inwieweit ein Staat verantwortlich ist, eine Veranstaltung mit staatlichen Mitteln zu schützen (man denke an den Polizeieinsatz bei Fußballspielen), und wie genau die Aufteilung von Aufgaben, Verantwortung und Kostentragungspflicht im Einzelfall aussieht.

 

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  • Basler Fasnacht 2015: © Christian Bierl - Fotolia.com