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aus dem Eventrecht

Erneut Verletzte nach Reizgaseinsatz

Von Thomas Waetke 28. November 2011

Auf einer Schülerparty in Warendorf (NRW) haben Unbekannte Reizgas auf der Tanzfläche versprüht. 7 Besucher mussten von Rettungskräften behandelt und in Krankenhäuser werden. Nach Entlüften der Location konnte die Party fortgesetzt werden.

Anmerkung von Rechtsanwalt Thomas Waetke:

Das scheint ja irgendwie in Mode zu kommen… Wie schon einmal hier ausgeführt: Wenn man schon Einlasskontrollen hat, sollte überlegt werden, auch gezielt nach Pfefferspray oder Reizgas zu suchen und dies den Personen abzunehmen bzw. damit eben nicht einzulassen.

Immerhin handelt es sich strafrechtlich auch um eine gefährliche Körperverletzung (§ 224 StGB) bzw. ggf. eine schwere Körperverletzung (§ 226 StGB).

Eine Pfefferspray-Dose ist an sich eine Waffe i.S.d. Waffengesetzes. Das dortige Besitzverbot wird normalerweise dadurch umgangen, dass das Spray als Tierabwehrspray (gegen Hunde) bezeichnet wird.

Im Rahmen der Notwehr (§ 32 StGB) kann der Einsatz von Pfefferspray auch gegen einen Menschen erlaubt sein, wenn es kein anderes milderes Mittel gegeben hat.