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aus dem Eventrecht

Einladung via Facebook: Party artet aus

Von Thomas Waetke 21. November 2011

In Aalen (Baden-Württemberg) hat ein Veranstalter eine Oberstufenparty organisiert. Zusätzlich hat er die Party noch über Facebook beworben und zum „Volllaufen-Lassen“ aufgerufen. Das Ergebnis: Mehrere alkoholbedingt bewusstlose Minderjährige und eine längere Aufräumaktion der Stadtreinigung.

Der Veranstalter – 18 Jahre alt – hatte für die Party Räume in einer Gaststätte angemietet. Da allerdings mehrere hundert Besucher erschienen, feierten diese dann auf der Straße, da die Gaststätte zu klein war. Bis zu 900 Besucher sollen zu der Party gekommen sein. Die Polizei beendete die Party, wenigstens blieb die Sache weitestgehend ruhig.

Anmerkung von Rechtsanwalt Thomas Waetke:

Ich bin mal gespannt, ob der Veranstalter die Sache immer noch so lustig findet, wenn er die Rechnung der Straßenreinigung bekommt. Hier soll es wohl ausgesehen haben als ob ein Bombe eingeschlagen hätte.

Es ist ja nicht verboten, seine Veranstaltungen über Facebook zu promoten. Es stellt sich aber die interessante Frage, inwiefern der Veranstalter verantwortlich gemacht werden kann, wenn seine Besucher wie hier geschehen die Stadt zumüllen bzw. Krawall machen, da die Veranstaltungsstätte zu klein ist.

Man wird sicherlich unterscheiden müssen zwischen der Phase, in der die Besucher zur Veranstaltung gehen bzw. von ihr wieder nach Hause ziehen und der Veranstaltung als solche. Mehr dazu bald hier.