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aus dem Eventrecht

Einbindung von Dienstleistern: Der richtige Zeitpunkt

Von Thomas Waetke 6. März 2014

Der Veranstalter plant seine Veranstaltung. Wann muss er den Techniker, den Vermieter, den Bühnenbauer, den Künstler und andere Berater einbinden? Natürlich gibt es dafür keine festen Regeln bzw. Zeitpunkte. Vielmehr: Dann, wenn es erforderlich ist. Das hängt wiederum von den Umständen ab:

  • Ist die Grenze des eigenen Fachwissens erreicht, ist im Rahmen der Verkehrssicherungspflicht ein Fachmann einzubinden. Hierfür ist natürlich erforderlich, dass man seine eigenen Grenzen kenn. Lesen Sie dazu auch unseren Beitrag über einen Unfall bei einem Tauzieh-Wettbewerb.
  • Dienstleister sind so frühzeitig einzubinden, dass sie sich mit der Thematik vertraut machen können. Je komplexer, neuer oder aufwändiger eine Veranstaltung ist, desto frühzeitiger sollte das erfolgen.
  • Ist man als Auftragnehmer für den Veranstalter tätig (bspw. die Veranstaltungsagentur), sind Dienstleister sind so frühzeitig auszuwählen, dass der Auftraggeber noch selbst ausreichend Zeit hat, aus der vorgeschlagenen Auswahl dann die Entscheidung zu treffen.
  • Für die Einbindung von Behörden bzw. der Antragstellung für Genehmigungen gilt: Nicht zu lange warten; selten ist es sinnvoll, die Fristen auszureizen und den Antrag erst kurz vor knapp zu stellen.

Gerade die beratenden Dienstleister sollten frühzeitig involviert werden. Ein Beispiel aus meiner Beratungspraxis: Es ist grundsätzlich immer günstiger (ich wollte nicht schreiben „billiger“, das hört sich qualitativ so minderwertig an…), wenn der Rechtsanwalt nicht erst involviert wird, wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist. Eine sinnvolle Gestaltung, z.B. Vertragsgestaltung, kann nur erfolgen, wenn man überhaupt noch etwas gestalten kann.

Machen Sie doch mal einen Test: Schauen Sie unter der Rubrik „Rechtsgebiete“ alle Themenpunkte durch, und/oder das Lexikon. Alles gewusst? Nun müssen Sie nur noch sicherstellen, diese Themen auch in der Praxis und im Alltag wieder zu erkennen – es ist ja immer leichter, die Theorie zu kennen, als aus der Praxis heraus die Theorie anzuwenden.