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aus dem Eventrecht

ECS: Nun doch Neudruck

Von Thomas Waetke 29. April 2011

Wie gestern berichtet, haben sich in die Werbebroschüre für den Eurovisions Song Contest mehrere Fehler eingeschlichen. Nachdem in der englischen Version immer weitere Fehler entdeckt wurden, sind ca. 35.000 Exemplare der englischen Version zurückgezogen worden. Die englische Version wird neu übersetzt und doch noch neu gedruckt, obwohl die Zeit nun denkbar knapp wird.

 Anmerkung von Rechtsanwalt Thomas Waetke:

Wie schon in der gestrigen News gesagt, kann der Auftraggeber durchaus Schadenersatzansprüche haben – umso mehr, wenn es derart viele Fehler gibt, dass ein Neudruck tatsächlich erforderlich ist. Für die Übersetzung war wohl eigens eine Diplomübersetzerin beauftragt worden. Gegen sie dürfte sich denn auch der Schadenersatzanspruch richten: Dieser besteht jedenfalls in den Kosten des Neudrucks. Inwieweit die Verzögerungen schadenersatzfähig sind, ist fraglich: Denn was ist eine verzögerte Auslieferung wert, bzw. welcher Schaden ist dadurch entstanden, wenn die englischsprachigen Touristen die Broschüre vielleicht erst kurz vor der Veranstaltung erhalten?