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aus dem Eventrecht

Dumm gelaufen – oder sollte es heißen: Nichts geht mehr?

Von Thomas Waetke 21. September 2011

In einem Freizeitpark in Zibo (China) ist ein Waggon einer Achterbahn steckengeblieben, dummerweise am höchsten Punkt, kopfüber und zwei Touristen befanden sich in dem Waggon. Die Rettungskräfte mussten sich mit Seilen zu den beiden vorarbeiten und sie befreien, da ein großer Kran nicht heranfahren konnte: Das Gelände war aufgrund des Regens aufgeweicht.

Auch bei dem Unglück auf dem Pukkelpop Festival im belgischen Hasselt (wir berichteten) konnte ein Bergungskran nicht eingesetzt werden, da er aufgrund des schlammigen Untergrundes nicht an ein eingestürztes Zelt heranfahren konnte.

Die Frage ist durchaus interessant: Inwieweit muss ein Verkehrssicherungspflichtiger (z.B. der Veranstalter) dafür sorgen, dass im Notfall schweres Bergungsgerät anfahren kann? Dies würde bspw. im Open Air-Bereich zu immensen Schwierigkeiten führen können, wenn mehrere befestigte Wegstrecken angelegt werden müssten.

Sicherlich darf man die Anforderungen nicht übertreiben: Es wäre zuviel verlangt, wenn schweres Gerät an jeden Punkt des Veranstaltungsort gelangen müsste.

Allerdings ist überlegenswert, ob nicht jedenfalls „neuralgische“ Punkte erreicht werden können müssten, wie bspw. der Bühnenbereich, Zeltbereiche usw., da hier in einem Notfall typischerweise schwere Gegenstände weggeräumt werden müssten. Es ist aber fraglich, wie weit hier die Verantwortung des Veranstalters geht…