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aus dem Eventrecht

Duisburg: Probleme beim Schichtwechsel der Polizei

Von Thomas Waetke 15. Mai 2011

In seiner Montagsausgabe berichtet der SPIEGEL über neue Vorwürfe gegen die Polizei im Zusammenhang mit der Tragödie bei der Loveparade im Juli 2010 in Duisburg.

Offenbar gab es just in der Phase des Unglücks einen Schichtwechsel bei der Polizei. Insgesamt sollen lediglich zwei Hundertschaften im Zugangsbereich vorgesehen gewesen sein. Aufgrund eines Ministererlasses, der die Arbeitszeit auf höchstens 12 Stunden begrenzt hatte, fiel der Schichtwechsel offenbar genau in den Zeitraum, der zuvor schon als kritisch angemahnt wurde.

Der SPIEGEL zitiert aus Ermittlungsakten der Staatsanwaltschaft, wonach die Polizei für zwei Stunden „nur eingeschränkt handlungsfähig“ sei, da die Beamten viel Zeit benötigen würden, durch das Gedränge voranzukommen. Leider hat sich diese Sorge im Vorfeld dann später auch bewahrheitet, da die Polizei später als erforderlich die Zugänge zum Tunnel blockiert hatte.

Der SPIEGEL berichtet auch von großen Kommunikationsproblemen bei der Polizei, da wohl mehrere Funkgeräte ausgefallen seien.