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aus dem Eventrecht

Doherty lässt Konzert platzen

Von Thomas Waetke 18. April 2011

Am Freitag sollte in München ein Konzert von Pete Doherty stattfinden, kurz vor Beginn teilte der Veranstalter aber mit, dass der Künstler indisponiert sei – andere würden sagen: Er hat sich aus dem Staub gemacht.

Zuvor hieß es aus Kreisen der Staatsanwaltschaft Berlin, dass Doherty dem Staat noch 30.000 Euro Strafzahlung schulde, ansonsten müsse der Künstler 30 Tage Ersatzhaft absitzen. Zahlungsfrist: Eben am Freitag. Vermutlich hatte sich Doherty also aus dem Staub gemacht aus Sorge, dass er ansonsten von der deutschen Polizei am letzten Tag seiner Deutschlandtour und am letzten Tag der Zahlungsfrist verhaftet hätte werden können. Seine Konzerte in Berlin, Hamburg und Köln hatte Doherty noch gespielt.

Anmerkung von Rechtsanwalt Thomas Waetke:

Das ist natürlich ärgerlich für den Veranstalter – er kann ja jetzt gegenüber den Besuchern, Vermieter usw. seinen Vertrag nicht erfüllen. Der Umstand, dass der Künstler plötzlich aus Angst vor einer Festnahme verschwindet, gehört aber in den Verantwortungsbereich des Veranstalters. Ob ein solcher Fall von einer Ausfallversicherung gedeckt wäre, wäre anhand der Versicherungsbedingungen zu prüfen, jedoch dürfte fraglich sein, ob ein Versicherer „Flucht des Künstlers“ absichert…